MykoSysteme - innovative Einfach- bis Mehrfachnutzung von Flächen

Der Trüffelanbau erfährt eine Renaissance. Seit jüngster Zeit kehrt er auch zurück in die Land- und Forstwirtschaft.

Die Zukunft der Landnutzung: Synergie statt Konkurrenz


In einer Zeit von Klimawandel und Flächenknappheit müssen wir Landwirtschaft und Forstwirtschaft neu denken. Unsere MykoSysteme nutzen Pilze nicht nur als nachhaltiges Lebensmittel, sondern als integralen Bestandteil produktiver Ökosysteme. Ob als Proteinquelle, zur CO2-Bindung oder zur Steigerung der Biodiversität – Pilzkulturen schaffen hohe Wertschöpfungsketten auf bestehenden Flächen.

„Bäume haben keine Wurzeln, sie haben Mykorrhiza.“
Dieses Prinzip nutzen wir, um Ihre Flächen effizienter und klimaresilienter zu gestalten.

Unsere Konzepte: Vielfalt für individuelle Ziele

Wir bieten Lösungen für konventionelle und ökologische Betriebe an. Dabei verwenden wir ausschließlich biozertifizierte Trüffelbäume und hochwertiges Pilzmyzel.

Trüffelanbau in Deutschland: Ein Markt mit Zukunft


Deutschland kehrt zu seiner Tradition als Trüffelnation zurück. Seit ca. 12 Jahren zeigen erfolgreiche Plantagen, dass unsere Böden erstklassige Ergebnisse liefern.

  • Burgundertrüffel (Tuber aestivum): Der solide Schatz aus deutschen Böden. Er ist heimisch, klimaresilient und liefert verlässliche Erträge.
  • Perigordtrüffel (Tuber melanosporum): Die Sensation der letzten Jahre. Erfolgreiche Ernten in Baden-Württemberg und Nordhessen (März 2025) belegen das wachsende Potenzial dieser hochpreisigen Art in unseren Breiten.


Ihr Weg zum eigenen MykoSystem


Ob steinige Grenzertragsflächen, steile Hänge oder die Fläche unter Windkraftanlagen – oft eignen sich genau die Standorte für den Trüffelanbau, die für konventionellen Ackerbau weniger wertvoll sind.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, welches System zu Ihrem Projekt passt. Wir begleiten Sie von der Bodenanalyse über die Pflanzplanung bis hin zum zertifizierten Pflanzmaterial mit Herkunftsnachweis.

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klassische Trüffelplantage

Traditionelle Trüffelbaumpflanzungen erzielen hochwertige Ernten!

Der bewährte Weg zu überragenden Hektarerträgen. Durch die Pflanzung mykorrhizierter Wirtspflanzen (wie Hasel, Eiche oder Linde) in optimierten Pflanzplänen etablieren wir eine rentable Dauerkultur.


  • Vorteile: Transparentes Management, effektive Ernteplanung und langfristige Wertholz-Etablierung.

Wie gestaltet sich eine klassische Trüffelplantage?

Eine Trüffelplantage legen Sie an, indem Sie geeignete Flächen mit speziellen Trüffelbäumen bepflanzen.

Trüffelbäume sind Bäume, deren Wurzelgeflecht zuvor mit dem gewünschten Trüffelpilz mykorrhiziert (beimpft) wurde. Nur durch die Pflanzung dieser Symbiosepartner als Wirtspflanze kann eine Trüffelkultur erfolgreich etabliert werden.

Als Wirtspflanzen eignen sich verschiedene Baumarten, darunter Hainbuche, Hasel, Eichen, Linden und Rotbuchen, sowie einige weitere spezifische Arten.

Bei Gestaltung einer klassischen Trüffelplantage werden die mykorrhizierten Trüffelbäume in Reihen angeordnet. Wichtig dabei ist ein für den Trüffelpilz begünstigter Pflanzplan. Diesen erstellen wir gemeinsam mit Ihnen, um Ihre Wünsche und Vorstellungen berücksichtigen zu können.

Vorteile einer klassischen Plantage sind

  • Übersichtlichkeit
  • geringer Pflegeaufwand
  • transparentes Plantagenmanagement
  • effektive Ernteplanung und -durchführung


Warum wird vor der Plantagen-Installation eine Trüffelanbau-Beratung durchgeführt? 

Für einen erfolgreichen Trüffelanbau bedarf es einiger weniger, aber überaus wichtiger Parameter im Blick zu haben.
Welche dies sind, erfahren Sie in unserer Beratung.


Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? 

Neben der klassischen Reihenpflanzung können Trüffel erfolgreich in anderen Anordnungen kultiviert werden. Durch gezielte und individuelle Konzeptionierung lässt sich eine Mehrfachnutzung der Fläche realisieren und so einen besonderen Mehrwert durch Trüffelanbau auf der Fläche realisieren.

In unseren Projekten sind bewährte Formen der Trüffelkulturen:

  • Feld- und Futterhecken
  • Inselpflanzungen auf Weiden und Grünland (Nahrungs- und Hutewälder)
  • Integration in Streuobstwiesen
  • Ausgleichs- und Kompensationsflächen

Zu betonen ist, dass sich oftmals Flächen für den Trüffelanbau eignen, die für die konventionelle Landwirtschaft weniger wertvoll sind:

  • zu mager (niedrige Bodenpunktzahl)
  • zu steil
  • zu steinig
  • zu kalkhaltig
  • zu niedrige sonstige Erträge

So steht der Trüffelanbau in vielen Fällen nicht in Konkurrenz, sondern erhöht die landwirtschafltichen Erträge nachhaltig und dauerhaft. 

MykoVoltaik 

Pilze mögen Schatten

Ein perfektes Zusammenspiel aus regenerativer Energie und Pilzzucht. Da bestimmte Trüffelarten und viele Edelpilze schattenliebend sind, nutzen wir den Raum unter Photovoltaik-Kollektoren optimal aus.



  • Mehrfachnutzen: Wir realisieren Konzepte bis hin zur Vierfachnutzung (Trüffel, Ertragshaselnüsse, Strom und zeitweise Tierhaltung).
  • Innovation: Begleitung durch spezialisierte Agri-PV-Partner und Integration neuester Forschungsergebnisse (z.B. HAWK Göttingen).


Pilzanbau und erneuerbare Energie

Ein perfektes Zusammenspiel aus Pilzzucht und Photovoltaik. Durch große Photovoltaik Felder werden der konventionellen Landwirtschaft enorme produktive Flächen genommen. Überlegungen, wie die Fläche unterhalb der Kollektoren genutzt werden kann, ist vor allem die Schattenverträglichkeit wichtig. Pilze machen keine Photosynthese, sie atmen Sauerstoff.


"Pilze brauchen keine Sonnenstrahlen"


Ebenso unwichtig ist es für eine Freilandpilzzucht, mit großen Maschinen über die Fläche zu fahren, so dass der eingeschränkte Raum von Photovoltaikanlagen nicht hindern.

Alles zu vereinen ist möglich: Raum effektiv nutzen, regenerativ und klimaneutral produzieren.


Welchen Mehrwert hat MykoPoltaik?

Durch die Doppelnutzung von Freilandpilzzucht und Photovoltaik kann der Eigentümer den Ertrag pro Hektar steigern.

Da die Fläche zur Erzeugung von landwirtschaftlichen Produkten genutzt wird, bleibt sie förderfähig. Die Photovoltaikanlage dient zur Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Welche Pilze sind geeignet?

Für dieses Konzept bieten sich vor allem Saprobionten an. Hier gibt es viele unterschiedliche Pilze, die marktfähig sind. Durch gezielte Konzeptionierung können Pilzzuchtanlagen etabliert werden, dass nahezu das gesamte Jahr über geerntet werden kann.


"Pilzsaison ist vom 01.01. bis 31.12."

MykoAFS: Trüffel im Agroforst 

Pilzanbau generiert zusätzlichen Ertrag

Bäume und Hecken schützen Äcker vor Erosion und Austrocknung. Durch MykoAFS integrieren wir Trüffel und Edelpilze in diese Systeme.

  • Resilienz: Mykorrhizapilze verbessern die Nährstoff- und Wasserversorgung der Bäume massiv.
  • Förderfähigkeit: Als landwirtschaftliche Dauerkultur bleibt die Fläche voll förderfähig.


Trüffelanbau in der Landwirtschaft

Der Einzug des Agroforst in die Landwirtschaft wird immer stärker.


Um die Biodiversität, den Artenschutz zu stärken und die Erosion und Austrocknung der Felder zu verhindern, werden Bäume und Hecken in unterschiedlichsten Formen in die Ackergestaltung integriert. Neuste Erkenntnisse haben ergeben, dass trotz der geringeren Flächenbewirtschaftung (Ausfall des Ackers durch Baum- und Heckenpflanzung) die Erträge pro Hektar sogar höher ausfällt.


Durch die Doppelnutzung der Fläche ist es dem Landwirt möglich, die Erträge pro Hektar zu steigern.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich hier: sei es

  • der Trüffelanbau in Form von Feldhecken,
  • der Anbau von Birkenpilzen in Energiewäldern oder
  • der Anbau von Steinpilzen in Weihnachtsbaumkulturen.

Der Pilzanbau erbringt zusätzlichen Erträge.

All diese Pilze sind Symbionten der Bäume und schaden diesen nicht. Im Gegenteil; sie unterstützen die Bäume und sorgen für eine größere Nährstoff- und Wasserversorgung.

Welchen Mehrwert hat ein Agroforstsystem mit Trüffen?

Hierbei ist nicht nur der Ertrag aus Trüffeln zu benennen. Der Trüffelanbau ist in Deutschland als Landwirtschaft eingeordnet, speziell als Dauerkultur. Somit stellen Agroforstsysteme in Verbindung mit Trüffelanbau landwirtschaftliche Fläche dar und sind somit förderfähig.


Bsp. Rheinlandpfalz: Trüffelkulturen sind auf Seite 25 unter Code 865 aufgeführt.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Unsere Intention ist es nicht, gesamte Flächen umzunutzen. Vielmehr zielen wir darauf ab, den vorhanden Bewirtschaftungen einen Mehrwert zu schaffen. Mehrfachnutzung von Flächen ist das Ziel.


In unseren Projekten haben sich nachstehende Formen bewährt:

  • Feldhecken
  • Inselpflanzungen auf Weiden (Nahrungs- und Hutewälder) und auf Streuobstwiesen
  • Ausgleichsflächen


Daneben eignen sich für den Trüffelanbau oftmals Flächen, die für die konventionelle Landwirtschaft weniger geeignet sind:

  • zu steil
  • zu steinig
  • zu kalkhaltig
  • zu niedrige sonstige Erträge

MykoFarming: Der ganzheitliche Ansatz

Pilze gehören zu den wichtigsten Reduzenten

MykoFarming nutzt die Kräfte des Myzels zur Bodenverbesserung, Schadstoffabbau (Mykoremediation) und zur Stärkung der Pflanzenresistenz.

  • Integration: Ideal für moderne Konzepte wie Urban Gardening, Permakultur, SoLaWi oder "Essbare Wälder".


Trüffel- und Pilzanbau in der Permakultur

Permakultur, ein nachhaltiges Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau. Basis sind die in der Natur existierenden Ökosysteme und Kreisläufe. Diese werden in der Permakultur soweit es geht, nachgeahmt.

Zielt dieser Lebensphilosophie ist es, Erträge ausreichende Erträge mit minimalem Ressourceneinsatz langfristig zu erzielen.


Pilze sind bis heute in diesen Konzepten vernachlässigt. Dabei gehören sie essenziell in den Naturkreislauf. Mit unseren Konzepten kann dieses fehlende Glied einvernehmlich mit allen anderen Bereichen der Permakultur nahtlos integriert und vor allem bereichert werden.


Je nach umgesetztem Permakultur-Konzept eignen sich Mykorrhizapilze und Saprobionten.


"Wir machen Holz essbar"


Welchen Mehrwert haben Pilze in der Permakultur?

Als Selbstversorger wird die Erzeugung um ein weiteres wertvolles Lebensmittel erweitert. Für professionelle Anlagen ergeben sich Gewinnmaximierungen durch reduzierte Entsorgung und neu generierte Einnahmequellen von regionalen, natürlichen Erzeugnissen.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

Gerade bei der Permakultur sind die Möglichkeiten mannigfaltig. Daher nehmen wir das bereits etablierte System und integrieren die gewünschten Pilze einvernehmlich.

MykoForst: Non-Wood-Products im Fokus

NON-WOOD-PRODUCTS

Wir machen Wälder durch die gezielte Ansiedlung von Zielpilzarten gesünder und produktiver.

  • Zusatzeinkommen: Generieren Sie kontinuierliche Erträge lange vor der Holzernte.
  • Waldumbau: Unterstützung bei der Wiederherstellung geschädigter Flächen (z.B. nach Borkenkäferbefall) durch Mykorrhiza-Impfung.


Trüffel- und Pilzanbau in Nahrungswäldern

Forstwirtschaft verbinden mit Landwirtschaft ist eine große Herausforderung. Aber machbar. Pilze sind und gehören in den Wald. Mit Hinblick auf das waldbauliche Ökosystem können Lebensräume naturverträglich für die gezielte Kultivierung von Trüffeln und Pilzen genutzt werden.


Auch umgekehrt ist die Verbindung von Landwirtschaft mit Forstwirtschaft zu betrachten. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen Bäume zu pflanzen beinhaltet viel Potential. Neben den oben genannten Systemen sind Hutewälder geeignete Flächen, um Trüffel bzw. Pilze zu kultivieren.

Welchen Mehrwert hat der Trüffelanbau im Forst?

Trüffel sind Mykorrhizapilze, die nicht nur einen kulinarischen und monetären Wert haben. Besonders ist in diesen Konzepten hervorzuheben, dass die Pilze durch ihre symbiotische Verbindung mit den Bäumen einen immensen Anteil an der Nährstoffversorgung der Bäume und somit an der Waldgesundheit haben.


Der Mehrfachnutzen liegt auf der Hand:


gesündere Bäume

jährliche Ernte von Pilzen / Trüffeln

Holzwert bleibt unberührt


Als Beispiel sind die Landesforste Niedersachsen zu nennen, die bereits mehrere Aufforstungen mit Tuber aestivum mykorrhizierten Bäumen realisiert haben. Wir werden in unserem Blog über die Entwicklung berichten.


Am Beispiel eines Hutewaldes ergeben sich für Viehzuchtbetriebe neue Wertschöpfungsketten. Gleichzeitig werden Futterkosten bei geeigneter Konzeptionierung reduziert und die Gesundheit des Viehs gesteigert.


"Bäume haben keine Wurzeln, sie haben Mykorrhiza"


Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es?

So vielfältig unsere Wälder und bereits bewirtschaftete Flächen, so vielfältig und anpassungsfähig sind unsere Konzepte.

Jedes Projekt hat seine eigenen Anforderungen. Wir gehen individuell auf die Begebenheiten und Ziele ein, um die bestmögliche Integration zu erzielen.


Da in der Forstwirtschaft Bäume mit Herkunftsnachweis gefordert werden, stehen wir für Auftragsarbeiten zu Verfügung.

 

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 Wie groß Ihr Projekt auch werden soll, wir stehen Ihnen in allen Phasen zur Seite.

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