Forschung & Lehre

Wissen als Grundlage

verantwortungsvollen Trüffelanbaus

Forschung, Lehre und Praxis bilden bei mykoConsult eine Einheit.

Nicht als Selbstzweck, sondern als Voraussetzung für realistische Einschätzungen, belastbare Entscheidungen und langfristig tragfähige Trüffelanbaukonzepte.



Der Trüffelanbau bewegt sich im Spannungsfeld zwischen biologischer Komplexität und praktischer Umsetzung. Viele Zusammenhänge lassen sich nicht vereinfachen, ohne an Substanz zu verlieren. Genau hier setzt meine Arbeit an.

Forschung ist kein Zusatz - sie ist Voraussetzung


Forschung als Basis der Praxis


Die Beschäftigung mit Mykorrhiza, Bodenökologie und Pflanze-Pilz-Interaktionen ist kein theoretischer Hintergrund, sondern Teil der täglichen Praxis.

Erkenntnisse aus Forschung und Feldarbeit fließen kontinuierlich ein in:

  • die Auswahl und Anzucht von Trüffelbäumen
  • die Bewertung von Standorten
  • die Entwicklung individueller Anbaukonzepte
  • die langfristige Begleitung von Trüffelanbauprojekten

Ziel ist es, biologische Prozesse zu verstehen – und sie in der Praxis sinnvoll zu berücksichtigen.


Lehre & Wissensvermittlung



Die Weitergabe von Wissen ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit.
Lehrtätigkeit bedeutet für mich nicht Vereinfachung um jeden Preis, sondern verständliche Einordnung komplexer Zusammenhänge.


Seit 2020 bin ich Lehrbeauftragte und an der HAWK Göttingen (Fakultät Ressourcenmanagement) und als Honorardozentin u. a. für:

Universität Kassel – Witzenhausen (FB Ökologischer Landbau)

weitere Bildungs- und Forschungseinrichtungen national und international

tätig.


Lehre schafft Klarheit – für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Anbauer.

MykoSysteme – systemisches Denken im Trüffelanbau

Forschung, Lehre und Praxis werden bei mykoConsult durch ein systemisches Verständnis zusammengeführt. Boden, Pflanze, Pilz, Nutzung und Zeit werden nicht isoliert betrachtet, sondern als zusammenhängendes System.

Dieses Denken bildet die Grundlage der MykoSysteme: eine Arbeitsweise, die Trüffelanbau als langfristigen biologischen und mykologischen Prozess versteht – nicht als kurzfristige Maßnahme.


Forschungsschwerpunkte

Grafik zur Mykorrhizierung (Tuber aestivum): Pilzgeflecht an Baumwurzeln und Trüffel-Fruchtkörper im Boden.

Optimierung der Mykorrhizierung

Die Qualität des Impfstoffs und die Bindung an den Wirtsbaum sind entscheidend für den Erfolg.

Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Selektion robuster Trüffel-Genotypen, Untersuchungen der Baum-Wirt-Interaktion, die Symbiose-Effizienz verschiedener Baumarten und Mykorrhizierungsoptimierung durch gezielte Zusatzstoffe.

Stilisierter Trüffelbaum unter einer Sonne und einer Regenwolke als Symbol für die Anpassung an klimatische Bedingungen.

Anpassung an den Klimawandel

Extreme Wetterereignisse erfordern neue Ansätze in der Bewirtschaftung von Trüffelkulturen. Wir untersuchen in Feld - direkt in der Praxis - unterschiedliche Mulch- und Beschattungskonzepte, wassereffiziente Bewässerungsstrategien in Verbindung mit der notwenigen Anpassung von Pflege- und Managementmaßnahmen

Topographische Karte mit Standort-Marker und Lupe zur Biodiversitäts-Kartierung.

Biodiversität & Kartierung

Ein zentraler Teil unserer Arbeit ist die Erforschung natürlicher Trüffelvorkommen. Wir kartieren Hypogäen (Trüffeln) in Deutschland, um tiefe Erkenntnisse über Vorkommen und Verbreitung zu erlangen. Die Bestimmung erfogt durch uns in Form von makro- uns mikroskopischer Betrachtung und Dokumentation. Die Erfassung ökologischer Parameter ist bei marktfähigen Trüffelarten stets Bestandteil.


Vernetzung & wissenschaftliche Zusammenarbeit

Als Mitglied der DGfM widmen wir uns der Ermittlung von Vorkommen und Verbreitung aller Hypogäen in Deutschland.

Daraus ergibt sich ein enger Austausch mit nationalen und internationalen Experten, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Neben Trüffeln gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse zur Soziologie im Pilzreich – Wissen, das auch für den Anbau anderer marktfähiger Mykorrhizapilze wie Steinpilze oder Pfifferlinge relevant ist.


Der kontinuierliche Wissenstransfer aus unseren Mitgliedschaften in der DeFAF, der Nussgruppe Mitte und der Kastaniengruppe der Uni Kassel fließt unmittelbar in die Weiterentwicklung unserer Trüffelanbaukonzepte ein.


Praxisnahe Forschungsprojekte - eine Auswahl

3 Burgundertrüffel höchster Qualität liegen in der hellbraunen erde

Radioaktivität bei Tuber aestivum

Gezielte Begehungen, Probenahme. Untersuchung der Fruchtkörper der Burgundertrüffel im Forschungszentrum Jülich – ohne erhöhte Werte.

mykologen und Forscher sind gehockt am fundort einer trüffel, der durch trüffelhund angezeigt wird

Nationalpark Eifel – Kartierung

Langjährige Zusammenarbeit mit Dr. Lothar Krieglsteiner. Mehrere Erstnachweise von Trüffelarten durch meine ausgebildeten Trüffelsuchhunde.

ein Trüffelstandort: haselnusssträucher in reihe gepflanzt. der boden ist frei von unterbewuchs.

Hypogäen-Kartierung

Großangelegte Kartierungen mit mehreren Teams und Hunden, Fokus auf Soziologie, Vorkommen und Verbreitung.

Herbstpark Baden-Württemberg: Forschungsstudie zu Trüffelvorkommen unter altem Baumbestand in goldenem Sonnenlicht.

Naturkundemuseum Karlsruhe

Projekt über 2 Jahre zur Biodiversität in den Schlossgärten von Baden-Württemberg.

Von der Natur zur Kultur

Meine Naturspürhunde und ich haben in Deutschland über 150 Trüffelarten nachgewiesen.
Dieses Wissen bildet die Grundlage dafür, Trüffelanbau nicht als Experiment, sondern als fundierte Kulturform zu betreiben.

Wir wissen, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen – im Boden, im Pflanzmaterial und im Management.

Vom Labor ins Feld - Wissen in Anwendung

Unsere Forschungsergebnisse fließen unmittelbar in unsere tägliche Arbeit ein – in die Beratung, die Baumzucht sowie in unsere Seminare.

Bei mykoConsult trennen wir Theorie nicht von der Praxis: Unsere wissenschaftliche Expertise ist das Fundament, aus dem Ihr Erfolg wächst.


Forschungspartner gesucht?


Sie sind eine Institution, Universität oder ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Interesse an innovativer Mykokultur oder Biodiversitätsprojekten?


Ich freue mich über Kooperationen, die den Wissensstand zur Trüffelkultur weiterentwickeln.

Gemeinsam Wissen schaffen.


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